Stolz, den jeder der Darbietenden ausstrahlt, egal, ob gross, ob klein, ob zu Pferd, zu Dromedar oder eben einfach zu Fuss. Das Sahara-Festival ist in vollem Gange. Es ist eine traditionelle und folkloristisch anmutende Veranstaltung, die ihren Ritualen folgt, die ihren festen Ablauf an Höhepunkten und Unterrubriken hat. Dromedare und Pferde laufen gegeneinader, Dromedar-Bullen kämpfen, Slughi-Windhunde sausen Hasen nach, alles auch beobachtet von lokaler und überregionaler Polit-Prominenz, Übetragung im Fernsehen inklusive. Musikanten und Akrobaten ziehen vorbei, Reiter galoppieren und keinen von ihnen hält es dabei im Sattel, sie springen links und rechts vom und aufs Pferd, stehen aufrecht mit den Zügeln in der Hand auf ihren Sätteln, während ihre Vierbeiner Vollgas geben. Alle haben sich in die tollsten und farbenfrohesten Gewänder gehüllt, die ihre Kultur bereithält.
Sie ist der Ausgangspunkt märchenhafter Kamelritte. Ein wenig weiter liegt Ghlissia, ein kleines Dorf, immer vom Vordringen des Sandes bedroht. Fünfzehn Kilometer ausserhalb von Douz versammelt Zaafrane die sesshaft gewordenen Adharas, die noch mit ihren Tieren wandern.
Viele träumten vom Projekt eines Binnenmeeres, das durch das Graben eines Kanals die ganze Region der Chotts mit dem Golf von Gabes verbinden solle. Diese Idee hat sogar Jules Verne zu seinem Roman "Die Innere See" inspiriert. Aber die Idee war unrealistisch, da nur el Gharsa unter dem Meeresspiegel liegt. Früher musste man schon ein Abenteurer sein, um eine Chott-Überquerung zu wagen. Heute erfolgt die Überquerung durch eine sehr sichere, gut ausgebaute Strasse. Dennoch ist der Zauber genauso stark geblieben. Und mit etwas Glück bekommt man sogar eine Fata Morgana zu sehen. Douz und seine umliegende Region, die mit 90.000 Quadratkilometern mehr als die Hälfte des gesamten Landes ausmacht, wird touristisch als "Der grosse Süden" vor allem für Selbstfahrer und Busreisende mehr und mehr attraktiv gemacht. Obwohl die Trockenheit das ganze Land betrifft, ist hier eine sehr abwechslungsreiche Landschaft entstanden. Diese Fülle prägt auch das Bild des Südens und spiegelt sich in den Landschaften, Agrarsystemen, Wohnungstypen, Aktivitäten der Bevölkerung, Sitten und Gebräuchen wider. Die Landschaft verändert sich von Nord nach Süd und von Ost nach West. Allein diese Vielfalt ist bereits ein wichtiger Pluspunkt für den Tourismus. Im 7. Jahrtausend vor Christus gab es hier statt der heutigen Wüstengegenden eine weite Savanne mit afrikanischen Tieren. Hier erbaute die Bevölkerung die Stadt Gafsa, in der Antike Capsa. Der Djerid, das Land der Palmen, ging in die Geschichte ein, weil die Römer hier einen Limes, ein System fixer Posten mit Wachtürmen, Gräben und Mauern bauten. So sollte die Provinz Africa vor den Nomaden geschützt werden. Das Sahara-Festival wierdum neigt sich der sinkenden Sonne und somit seinem Ende entgegen. Alle Mitwirkenden stellen sich noch einmal in der Mitte des Festplatzes auf - und ihr Stolz, dabei zu sein, hat auch nach Stunden in keinster Weise nachgelassen. Fazit: Tunesien Reisen in die Wüste Sahara finden am besten im Winter statt, das ist die beste Reisezeit für Urlaub und Selbstfahrer Touren mit den mildesten Temperaturen und dann finden auch die Sahara Festivals statt.
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